Was ist Distanzreiten?

 

Distanzreiten ist ein Sport, dessen Anforderungen vom Breitensport bis zum Hochleistungssport reichen. Er stellt eine besondere und einzigartige Herausforderung für Pferd und Reiter dar, denn das Pferd muss auf unterschiedlichem Gelände viele Kilometer zurücklegen und trotzdem frisch und gesund ins Ziel kommen. Insbesondere in der arabischen Welt ist dieser Sport populär, da arabische Pferde als prädestiniert für Distanzritte gelten. Jedoch auch Appaloosa mischen hier ganz oben mit. Der Aktuelle deutsche Meister ist ein Äpi !

Ziel eines Distanzrittes ist es, ein Pferd in einer vorgegebenen Geschwindigkeit über eine ebenfalls vorgegebene Strecke zu reiten. Diese ist meist markiert, es gibt aber auch unmarkierte Kartenritte, auf denen der Reiter die Strecke anhand der Karte selbst finden muss. Bei den meisten langen Ritten starten alle Teilnehmer gleichzeitig (Massenstart). Das vorgeschriebene Mindesttempo darf nicht unterschritten werden. Sieger ist das Pferd, das zuerst durchs Ziel geht und die nachfolgende tierärztliche Untersuchung ohne Beanstandungen übersteht.

Das Wohlergehen des Pferdes hat oberste Priorität. Der Reiter muss Tempo und Reitweise darauf einstellen, wie gut sein Pferd geht und wie es mit den Bodenverhältnissen zurechtkommt. Gegebenenfalls muss er bereit sein, auf eine Platzierung zu verzichten, um sein Pferd nicht zu überfordern. Kondition und Gesundheitszustand des Pferdes werden vor dem Start und nach dem Zieleinlauf von Tierärzten überprüft, bei längeren Ritten auch in einer oder mehreren bis zu 40 Minuten langen Pausen. Pferde, die vom Tierarzt für reituntauglich erklärt werden, müssen ausscheiden. So wird sichergestellt, dass kein Pferd bleibende Schäden davonträgt.

Das als Hochleistungssport betriebene Distanzreiten erfordert umfangreiche Vorbereitungen und viel Training, damit die körperliche Fitness von Pferd und Reiter den gestellten Anforderungen genügen. Eine hervorragende Möglichkeit des Trainings für den Reiter, sowohl mentale als auch körperliche Fitness zu erlangen und zu halten ist ganzjährig ausgeübtes, traditionelles Karate. Um das Pferd optimal vorzubereiten gehört eine entsprechende Pferdehaltung, d. h. eine auf das Pferd und die zu erbringende Leistung abgestimmte Fütterung, Training im offenen Gelände, und viel Weidegang, damit das Immunsystem und die Muskulatur gestärkt werden können.

Ein Traum vieler Distanzreiter ist die Teilnahme an einem Hundertmeiler (160 km in 24 Stunden). Da Distanzritte in unterschiedlichen Längen ausgeschrieben werden, können Neulinge klein anfangen und laufen nicht Gefahr, ihr Pferd und sich selbst zu überfordern und zu überschätzen. So kann man allmählich seine Anforderungen steigern. Es kann viele Jahre dauern, bis man das Ziel „160 km“ erreicht.

Den meisten Distanzreitern gefällt an diesem Sport, dass sie ständig Neues über ihr Pferd und dessen natürliche Fähigkeiten erfahren; sie müssen sich bei jedem Ritt neuen Anforderungen stellen und dann beurteilen, wie das Pferd darauf reagiert. Hinzu kommen, je nach Austragungsort, verschiedene landschaftliche Erlebnisse, welche für Pferd und Reiter reizvoll sind.

(Quelle Wikipedia)

 

Unsere Distanzpferde

 

Injas Noble Joy unsere junge Appaloosa-Stute feierte in 2011 Saison mit ihrer Besitzerin erste Erfolge in kurzen und mittleren Distanzen, die sie in 2012 noch verbessern und ausbauen konnte. In 2013 ist sie schon ein echter Profi und läuft sogar mehr als 100 km in Vorbereitung auf die großen Meisterschaften in 2014.

Sie ist ungeheuer leistungsbereit und ausdauernd. Das Ideale Distanzpferd.

Ihr starkes Nervenkostüm kommt ihr auch in schwierigen Situationen zu Gute.

Da sie sich in der Schrittphase vor dem Vetcheck immer sehr gut entspannen kann, kommt sie mit guten Pulswerten durch den Wettkampf. Selbst bei der "Radar-Falle" muss sie nicht warten. Leider mag sie fremde Pferde nicht so gern und tritt nach ihnen. Da muss man immer aufpassen. Aber irgendwas ist ja immer :-)

 

 

Golden Sand unser ehemaliges Kinderpony hat eine neue Aufgabe gefunden. Als Isländer-Welsh-Mix ist sie zwar nicht so groß wie die meisten anderen Pferde, aber Größe ist nicht immer eine Frage von Stockmass. Goldie ist flink, ausdauernd und sieht im Training aus, wie ein zu klein geratenes Quarterhorse. Ihre Lauffreude kommt ihr beim Distanzsport sehr entgegen. Sie schafft es, mit durchaus guten Pulswerten 30 km durchzugaloppieren und ermüdet dabei kaum. Ein tolles kleines Pferd. Leider hat sie ein Sommerekzem und muss in der warmen Jahreszeit ihre Ekzemerdecke tragen. Aber wir sind ja froh, dass damit am Jahresende noch Mähne und Schweif vorhanden sind :-)